Das Unternehmen 2.0 – Teil 3

Umdenken bei den Mitarbeitern

Auch für die Mitarbeiter ist der neue Kommu­ni­ka­tions­kanal eine Herausforderung. Genau wie bei der Ein­führung von E-Mail Regeln notwendig waren, wie der Um­gang mit Kunden am Telefon geschult wird, so ist auch der Umgang mit Social Media etwas zu Erler­nen­des.

Darüber hinaus sind die Mitarbeiter bereits oder werden noch privat sich in sozialen Netzwerken engagieren. Sie haben somit eine Doppelrolle als Mitarbeiter ihres Unternehmens und auch als Privatperson.

Das Unternehmen hat die Pflicht, beide Rollen des Mitarbeiters zu betrachten, da sich keine klare Grenze ziehen lässt. In vielen sozialen Netzwerken werden die Benutzer motiviert, auch den Namen ihres Unternehmens anzugeben. Damit sind sie in der Außen­wirkung plötzlich nicht mehr nur eine Privatperson, sondern auch als Mitarbeiter eines Unternehmens im sozialen Netzwerk sichtbar.

Fazit

Bei diesen Herausforderungen kann das Management sich schon die Frage stellen, ob die Teilnahme in einem sozialen Netzwerk sinnvoll ist. Dieser Punkt ist auch unter den Marketingexperten nicht eindeutig mit einer Zustimmung beantwortet.

Trotzdem stellt sich diese Frage nicht wirklich. Ein Unternehmen hat zwar (noch) auf den ersten Blick die Wahl, ob es eine eigene Seite in den sozialen Netzwerken gründen möchte.

Auf den zweiten Blick ist diese Wahl aber gar nicht vorhanden. Auch bei einer Unternehmensdarstellung im Web wird heute nicht mehr das Pro und Contra diskutiert – eine Webadresse gehört zu jedem Unternehmen heute so selbstverständlich dazu wie das Briefpapier auf dem sie im Impressum abgedruckt wird.

Lieber heute als morgen sollte ein Unternehmen sich den Unternehmensnamen bei den sozialen Netzwerken reservieren und dort präsent sein – bevor es andere tun.

Selbst wenn ein Unternehmen sich noch gegen einen aktiven Auftritt entscheidet – was über das Unternehmen und dessen Produkte in diversen Foren geschrieben wird, sollte bekannt sein. Ohne eine aktive Teilnahme kann auch nicht regulierend – im positiven Sinne – eingegriffen werden.

Und auch wenn das Management hier noch keinen Handlungsbedarf sieht – die Mitarbeiter tun es schon längst. Es gibt rund sieben Milliarden Menschen auf der Welt. Davon nutzen (wie intensiv auch immer) mindestens eine Milliarde Menschen Facebook. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mindestens einer davon auch im betroffenen Unternehmen arbeitet. Und wie bereits dargestellt, ist eine Teilnahme eines Mitarbeiters in einem sozialen Netzwerk keine reine Privatsache.

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