Apple Pay

Apple Pay in Deutschland nun kurz vor dem Start?

Die Gerüchte kommen und gehen immer wieder seit der Einführung. Nun aber gibt es deutsche Seiten zu Apple Pay: https://support.apple.com/de-de/HT201239

Da am Donnerstag dieser Woche auch ein Apple Event angekündigt ist, könnte es durchaus der Startschuss für den Dienst sein. Mit dem gestrigen iOS-Update ist allerdings noch keine der auf den Webseiten beschriebenen Möglichkeit der Konfiguration geschaffen worden. Wechselt man auf die amerikanische Ländereinstellung, hat man diese Menüpunkte schon seit der Einführung. Deutsche Kreditkarten (zumindest die mir zur Verfügung stehenden) werden dort allerdings noch nicht akzeptiert. Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass auch mit einem Start in Deutschland nicht alle Emittenten dabei sind.

Auch in der deutschen Fassung der Supportseiten ist auf die Möglichkeit hingewiesen, Kundenkarten mit einzubinden. Vielleicht wird dann die Geldbörse bald deutlich dünner, wenn Kreditkarten und Kundenkarten auf dem iPhone mitgenommen werden können. Weniger Bargeld wird man dann nach und nach auch benötigen. Mal sehen, wie lange sich dann noch die deutsche girocard/EC-Karte halten wird. Ich benutze sie seit langem kaum noch.

Apple Pay

Der kartenlose Geldautomat

Auch wenn die Experten das Bargeld in den nächsten 10 Jahren immer mehr schwinden sehen – noch ist es extrem präsent.

Sicherlich werden auch die klassischen Plastikkarten durch elektronische Wallets auf Mobiltelefonen oder sogenannten „Wearables“ (also am Körper getragene Elektronik wie Fitnessbänder oder Uhren) über kurz oder lang ersetzt werden.

Nun gehen die beiden amerikanischen Großbanken „Wells Fargo“ und „Bank of America“ gemeinsam mit Apple zumindest den zweiten Schritt an: der kartenlose Geldautomat.

Schon dieses Jahr sollen die ersten Automaten „Apple Pay“ akzeptieren, wie TechCrunch berichtet. Statt der Legitimation über die Plastikkarte wird der bekannte Apple-Pay-Mechanismus genutzt.

Für Apple ist dies sicherlich ein weiterer Puzzlestein bei der Marktdurchdringung – schließlich ist die Versorgung mit Bargeld durchaus noch elementar wichtig. Für die Banken sind die Schutzmaßnahmen sicherlich nicht uninteressant. In Zeiten, in denen das Skimming den klassischen Bankraub abgelöst hat, ist das iPhone mit Touch-ID deutlich sicherer als eine Plastikkarte mit einer vierstelligen Ziffer.

Social Payment bald über iMessage?

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Das Wall Street Journal hat es vor ein paar Tagen berichtet und diverse Medien greifen die Nachricht (das Gerücht?) auf: Apple will angeblich bald ein direktes Bezahlen über iMessage zwischen Freunden anbieten. Das empfangene Geld kann dann beispielsweise über Apple Pay wieder ausgegeben werden oder an Freunde weitergeleitet werden.

Für Apple wäre es ein Einstieg in den P2P-Zahlungsverkehr („Person to Person“) und damit eine direkte Konkurrenz zu Venmo, Cringle oder Landstar. Gerade für das Ende 2014 angekündigte und bisher nur in den USA, England, Kanada und (seit heute) Australien nutzbare Apple Pay könnte dies ein Sprung nach vorne sein.

Quellen:

MacLife

MacRumors (Englisch)

qz.com (Englisch)

Apple Pay

Apple Pay kurz vor dem Start in Deutschland?

tn3.de hat vorgestern einen interessanten Beitrag zu einem möglichen Marktstart von Apple Pay in Deutschland veröffentlicht.

Darin werden folgende Indizien für einen nahen Start vorgebracht:

  1. Die Spatzen, die von den Dächern pfeiffen 😉
  2. Deutschland ist der drittstärkste iOS-Markt mit 16% in Europa nach England (36,8%) und Frankreich (17,2%). Apple kann auf die Kaufkraft in Deutschland nicht verzichten, die ebenfalls in Europa auf Platz 3 liegt.
  3. Der Handel rüstet seine Zahlstellen bereits um. Große Händler haben angefangen, ihre Bezahlterminals auf NFC umzurüsten – ohne diese Technologie klappt Apple Pay nicht. Darunter sind auch die sonst bei neuen Bezahlverfahren eher zurückhaltenden Discounter wie Aldi, Netto und Lidl. Auch konnte man in den letzten Monaten neue Akzeptanzstellen für Kreditkarten geradezu wie Pilze aus dem Boden wachsen sehen.
  4. Die Banken haben mobile Payment erst einmal nicht mehr im Fokus. Man konzentriert sich derzeit auf PayDirekt und hat (zunächst?) nur das Online-Bezahlen im Blick. Der Sparkassenverband hat bereits Interesse an der Zusammenarbeit mit Apple Pay geäußert, bei den Genossen soll auch keine Abneigung vorhanden sein.
  5. Das extrem wichtige (Killer-?)feature der Apple Watch liegt brach – Bezahlen, in dem man nur noch den Arm ans Terminal hält. Apple wird schon aus Umsatzinteressen versuchen, Apple Pay möglichst intensiv zu pushen.

Der Redakteur Maik Klotz wettet zusammen mit Insidern auf einen Markteinstieg entweder bei der üblichen Apple-Produktvorstellung im September oder spätestens 2016. Ich würde da mitgehen…

Ein Wandel beim „Point of Sale (POS)“ bei elektronischen Zahlungen?!

Apple hat mit der Vorstellung von ApplePay die breite Masse auf das von vielen Mitbewerbern bereits erfolglos versuchte mobile Bezahlen an der Ladenkasse aufmerksam gemacht. Es gibt gute Chancen, dass Apple mit seiner Marktmacht den Durchbruch schafft, gerade wenn die anderen großen Wettbewerber wie z.B. Google ähnliche Angebote bereitstellen. Die Verlagerung der Zahlung vom Handy auf die AppleWatch macht es für den Kunden nur noch entsprechend einfacher.

Offensichtlich springen nun immer mehr Teilnehmer auf den Zug auf und werden damit den Druck auf die Händler erhöhen, solche Zahlungsverfahren auch anzubieten.

Zum einen werden bestehende Anbieter auf die mobile Zahlung setzen. So kann man bei Starbucks schon lange bequem mit dem Handy bezahlen. Auch der Punktesammler Payback hat Mobilzahlungen angekündigt (siehe Bericht).

Nun ist eine weitere Gerätekategorie ins Rennen gestartet: der boomende Markt der Fitnessdevices. So hat mir der Hersteller meines UP-Bandes mitgeteilt, dass sich ein Wechsel auf die neue Hardwareversion lohnen würde, denn ich könnte dann mit dem Band auch gleich bezahlen:

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Es wird nur das erste von vielen Devices sein, was mobile Zahlungen anbieten wird. Und sicherlich wird es gar nicht mehr lange dauern, dass dieser kleine NFC-Chip gar nicht mehr in ein gesondertes Device gepackt wird, sondern gleich direkt in die Kleidung integriert werden kann. Oder direkt unter die Haut? Schöne neue Welt…

Banken droht neue Konkurrenz durch Digitalisierung

Nun warnt auch der Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret davor, den „neuen“ digitalen Umbruch zu verschlafen, so das Handelsblatt Online in einem Artikel vom 08.07.2015 und schreibt „Unternehmen wie Paypal, Apple oder Facebook setzen die Bankenbranche mit eigenen Bezahlformen zunehmend unter Druck.“

Wieso eigentlich „neue“ Konkurrenz und „neuer“ digitaler Umbruch? Sicherlich hat es etwas mit diesem für uns alle „neuen“ Internet zu tun! 😉

Braucht man für den Zahlungsverkehr eine Bank?

In Europa eigentlich nicht, könnte die kurze Antwort lauten.

Seit November 2009 gibt es die Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD) der Europäischen Union, die inzwischen in nationales Recht umgesetzt wurde.

Die Richtlinie gilt für elektronische und bargeldlose Zahlungen aller Art, von Überweisungen und Lastschriften über Kartenzahlungen (einschließlich Kreditkarte) und Geldtransfers bis hin zu Zahlungen per Mobiltelefon oder Internet. Die Richtlinie gilt für Zahlungen in allen europäischen Währungen (nicht nur in Euro) vorausgesetzt, Auftraggeber und Empfänger der Zahlung haben beide einen Zahlungsdienstleister in einem der 30 Länder.

Durch die Richtlinie ist der Zahlungsmarkt geöffnet worden, da fortan auch andere Unternehmen als Banken (z.B. Geldtransfer-Anbieter, Einzelhändler und Telefongesellschaften) Zahlungsdienste anbieten dürfen. Zum Schutz Ihres Geldes werden diese neuen Institute einer Regulierung unterworfen. Diese Anbieter werden in der Richtlinie mit Banken und sonstigen Zahlungseinrichtungen unter dem Begriff „Zahlungsdienstleister“ zusammengefasst.

Ein Beispiel ist mein persönliches Lieblings-FinTech „Holvi“, welches der finnischen Bankenaufsicht unterliegt.

Mal sehen, wann die Großen, wie Google und Apple diese Möglichkeit erkennen.